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Erschöpfte Lagerstätten

Kohlenwasserstofflagerstätten, aus denen bereits ein Großteil des ursprünglich vorhandenen Erdgases oder Erdöls abgefördert wurde, eignen sich grundsätzlich zur Herrichtung als Untergrundspeicher für Erdgas.

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Da diese Formationen bereits über viele Millionen Jahre die Kohlenwasserstoffe gefangen hielten, ist ihre prinzipielle Eignung als Speicher nachgewiesen und somit kein spezieller Erkundungsaufwand mehr erforderlich. Auch können die bereits vorhandenen Bohrungen für die Gasein- und Gasausspeisung nachgenutzt werden. Dazu wird das Gas unter einem Druck höher als der Lagerstätten- bzw. Speicherdruck injiziert und bei Bedarf expansiv entnommen. Die Umschlagsraten werden dabei von der bestehenden Bohrlochkonstruktion beeinflusst. Darüber hinaus wird die Produktivität von Speicherbohrungen auch durch die Eigenschaften des Speichergesteins bestimmt.





Um diesbezügliche Limitierungen zu überwinden, werden in geringmächtigen Lagerstätten neue Produktionsbohrungen zunehmend abgelenkt niedergebracht, so dass der untere Teil im Lagerstättenbereich horizontal verläuft. Dadurch werden eine wesentlich größere Gaszutrittsfläche und somit eine gegenüber Vertikalbohrungen mehrfach höhere Leistung erzielt.

Bei diesem Speichertyp kann es in Abhängigkeit von der Zusammensetzung und vom Restvorrat des Lagerstättengases zu einer Vermischung zwischen dem Speichergas und dem Restgas kommen, die unter Umständen eine Konditionierung des ausgelagerten Gases erforderlich macht.

In Abhängigkeit von der Leistungscharakteristik dienen erschöpfte Lagerstätten sowohl dem Ausgleich jahreszeitlich bedingter Bedarfsschwankungen als auch zur Spitzenabdeckung.

 
 
 
 
 
 
 

























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